Ärzte Zeitung, 06.12.2012

Rentenversicherung

Reha-Budget wird knapp

BERLIN. Das Rehabilitationsbudget in der Rentenversicherung wird bald nicht mehr reichen. Das geht aus einer Mitteilung der Deutschen Rentenversicherung Bund zu deren Vertreterversammlung am Dienstag in Berlin hervor.

Immer mehr Rentner nehmen Reha-Leistungen in Anspruch. Die so bedingten Ausgabensteigerungen könnten nicht durch weitere Einsparungen bei der Rehabilitation kompensiert werden, warnt Cord Peter Lubinski, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Der Reha-Deckel begrenzt aber die Reha-Ausgaben in der Rentenversicherung. "Ich hoffe, dass es bald eine gesetzliche Regelung gibt, die zumindest die demografische Komponente bei der Fortschreibung des Reha-Deckels als zusätzlichen Faktor berücksichtigt", so Lubinski.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum seien von Januar bis Oktober 2012 die Anträge für medizinische Reha-Leistungen um zwei Prozent und für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben um vier Prozent gestiegen. Für 2013 stehen im Haushaltsplan für Rehabilitation 2,5 Milliarden Euro.

Insgesamt geht die Rentenversicherung von einem Gesamtbudget von 135 Milliarden Euro aus. Davon sollen 116,2 Milliarden Euro auf Renten und 8,1 Milliarden Euro auf die Krankenversicherung von Rentnern entfallen.

Die Krankenversicherung ist damit der zweitgrößte Ausgabenposten innerhalb des Haushaltsplans. (eb)

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