Ärzte Zeitung online, 24.12.2012

Krankenstand

Ministeriale sind kränker

AU-Schein-Epidemie in deutschen Ministerien? Einem Bericht zufolge sind Mitarbeiter in Bundesministerien öfter krank als in der Wirtschaft.

BERLIN. Mitarbeiter in Bundesministerien sind offenbar mehr als doppelt so oft krank wie Beschäftigte in der Wirtschaft. Mit 19,03 krankheitsbedingten Fehltagen pro Jahr wurde in der Bundesverwaltung laut einem Bericht der "Bild" im Jahr 2011 ein neuer Rekordwert erzielt.

Das sei knapp ein Tag mehr als im Jahr zuvor. Laut Statistischem Bundesamt waren die rund 37 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich 9,5 Arbeitstage krankgemeldet.

Die Zeitung beruft sich bei ihrem Bericht auf den neuen Gesundheitsförderungsbericht des Bundesinnenministeriums. Danach seien seit 2006 die Fehltage zum fünften Mal in Folge gestiegen.

Die meisten Fehltage gebe es mit 20,81 Tagen im Verteidigungsministerium, gefolgt vom Bundespresseamt (17,6) und dem Bundesbildungsministerium (17,22).

Am seltensten krankheitsbedingt fehlten die Mitarbeiter beim Staatsminister für Kultur (9,73 Tage), im Bundeskanzleramt (11,47) und im Bundesjustizministerium (11,88). (dpa)

[27.12.2012, 13:22:09]
Dr. Boschidar Nikolow 
Ministerialer Krankenstand
Möchte mich nur dem Kommentar von Herrn Dr. Grünwoldt anschließen ! zum Beitrag »
[25.12.2012, 17:48:29]
Dr. Horst Grünwoldt 
Ministerialer Krankenstand
Wie in den öffentlichen Verwaltungen -so auch in den Bundesministerien- dürften AU-Krankmeldungen mit der Arbeitsplatz-Sicherheit einhergehen.
So ist es aber doch erstaunlich, daß gerade im Verteidigungs-Ministerium bei den Schreibtisch-Strategen der Krankenstand doppelt so hoch ist, wie in der übrigen deutschen Arbeitnehmerschaft.
Dabei gehören die doch gar nicht zu der frontnahen kämpfenden Truppe, sondern sitzen im Warmen und Trockenen bei "Sandkasten-Spielen".
Da könnte unser guter Dr. Thomas de Maizeriere doch auch hier mal die notwendige Kopfstärke der Innendienst-Mannschaften überprüfen lassen.
Verblüffend ist ferner, daß das Bundesbildungs-Ministerium von Frau Schavan -obwohl vom alltäglichen Schulstress weit entfernt- eine ähnlich hohe Ausfallrate aufweist.
Wäre es nicht eine Überlegung wert, einmal außerministeriell über- prüfen zu lassen, ob dort nicht jeweils (teure) personelle Überbesetzung besteht?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »