Ärzte Zeitung online, 02.01.2013

Forschung

MDC und Charité künftig Hand in Hand

Berlin will mit der Molekularbiologie und Genetik die weltweite Spitze erreichen. Dafür gibt es jetzt eine gemeinsame Forschungseinrichtung.

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Gute Nachrichten.

© Marc Tirl / dpa

BERLIN. Für das Berliner Max-Delbrück-Centrum (MDC) beginnt 2013 eine neue Ära. Dann macht das renommierte Forschungsinstitut gemeinsame Sache mit der Berliner Uniklinik Charité.

Unter dem Namen "Berliner Institut für Gesundheitsforschung" soll die Kooperation nach Plan noch im ersten Halbjahr 2013 starten. Der Vertrag dazu war bereits im November 2012 unterzeichnet worden.

"Im nächsten Schritt geht es darum, dass wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller den Patienten zugutekommen", so Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU), die die Kooperation auf den Weg gebracht hat, in ihrer Festrede für das MDC. Sie betrachtet sie als nationales und internationales Leuchtturmprojekt.

"Ich sehe in der Übersetzung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung eine der größten Herausforderungen unserer gemeinsamen Arbeit mit der Charité", sagte MDC-Chef Professor Walter Rosenthal vor Kurzem.

Stolz verwies er darauf, dass das MDC von Thomson Reuters auf Platz 14 der weltbesten Forschungseinrichtungen im Bereich der Molekularbiologie und Genetik gelistet wird.

Der Bund, das Land Berlin und alle Beteiligten hoffen, dass das neue Institut diesen Rang noch verbessert und Berlin zu einem der weltweit attraktivsten Standorte medizinischer Spitzenforschung macht.

Das lassen sie sich etwas kosten. Mehr als 300 Millionen Euro sollen für die Jahre 2013 bis 2018 zusätzlich zur Grundfinanzierung für Charité und MDC für das gemeinsame Institut zur Verfügung stehen. Davon trägt 90 Prozent der Bund.

Das Land Berlin sichert zu, nach Ende der Exzellenzinitiative ab 2018 weiterhin den Berliner Universitäten Mittel in bisheriger Höhe der Landesmittel zur Förderung der Spitzenforschung zur Verfügung zu stellen.

Inhaltlich soll das Institut die fach- und organübergreifende Systemmedizin in den Vordergrund stellen, um neue Therapien zu entwickeln. Bei der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses ist geplant, dass Forschungsarbeit und medizinische Praxis eng in neuen Master- und Graduiertenprogrammen zusammengebunden werden. (ami)

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