Ärzte Zeitung, 23.01.2013

Von der Leyen

Ärztinnen an die Macht!

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Will mehr Frauen in der Medizinspitze.

© Soeren Stache / dpa

BERLIN. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat bessere Rahmenbedingungen für Frauen im Arztberuf gefordert: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse deutlich gestärkt werden.

Nur so könne der Beruf dauerhaft auch für Frauen attraktiv bleiben. "Wir haben mit weit mehr als 60 Prozent eine hohe Beteiligung der Frauen im Medizinstudium", sagte von der Leyen anlässlich der Vorstellung des Fortschrittsberichts 2012 zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung am Mittwoch in Berlin.

Allerdings hätten nur wenige Frauen in der Medizin eine C4-Professur oder arbeiteten als Chefärztin.

Darüber hinaus sieht die Bundesregierung dem Bericht zufolge einen drohenden Fachkräftemangel in der Altenpflege. Aus diesem Grund wurde bereits im Dezember 2012 die Initiative "Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege" von Bund, Ländern und Verbänden gestartet.

Die Offensive sieht vor, bis 2015 die Ausbildungszahlen jährlich um zehn Prozent zu steigern. Zudem soll die Attraktivität des Berufes gesteigert werden. Der Pflegebranche geht das nicht weit genug: Sie fordert größere Anstrengungen gegen den drohenden Pflegenotstand.

Das geplante Pflegeberufegesetz steht jedoch noch ganz am Anfang: Hier liegen bislang lediglich Eckpunkte einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe vor. Darin enthalten sind Vorschläge für eine Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Pflegeberufe.

Vor allem sollen damit die drei bisher getrennten Ausbildungen - Kinder-, Alten- sowie Gesundheits- und Krankenpflege - zusammengelegt werden, um das Berufsbild attraktiver und flexibler zu gestalten.

Laut Bericht erarbeiten Gesundheits- und Arbeitsministerium den Referentenentwurf für das Gesetz. (sun)

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