Ärzte Zeitung, 01.02.2013

Schutzkonzepte gefordert

Neue Kampagne gegen Missbrauch

BERLIN. Mit der Kampagne "Kein Raum für Missbrauch" sollen Eltern und Fachkräfte in Kliniken, Kitas, Schulen oder Sportvereinen mehr dafür sensibilisiert werden, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt zu verbessern.

Missbrauch finde nicht zufällig oder aus Versehen statt, sondern stütze sich auf ausgefeilte Strategien, sagt der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig.

Eltern und alle, die - wie etwa Ärzte - beruflich mit Kindern arbeiten, sollen durch die Kampagne ermutigt werden, Schutzkonzepte einzufordern.

Wo diese angewendet würden, könnten Kinder, die Missbrauch in der Familie oder im sozialen Umfeld erfahren, Vertrauenspersonen und Hilfen finden. (ras)

Mehr Informationen: www.kein-raum-fuer-missbrauch.de

[01.02.2013, 12:05:26]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
In die Nesseln setzen?
Selbst auf die Gefahr, dass ich mich in die Nesseln setze: "Kein Raum für Missbrauch" ist missverständlich, unsinnig und zudem noch schlechtes Deutsch. Denn was ist mit Missbrauch, der im Freien stattfindet? Was ist mit Missbrauch, der so subtil ist, dass er "im Raum" überhaupt nicht erkennbar ist?

Und war etwa "Kein Raum für Missbrauch" das Motto der römisch-katholischen Kirche bzw. der beiden Kölner katholischen Kliniken, die ein mögliches Missbrauchsopfer abgewiesen hatten?

Mit "Kein Raum für Missbrauch" könnten auch alle diejenigen aus kirchlichen und weltlichen Einrichtungen sich verständigen, die eine Aufdeckung von Missbrauchsfällen in ihren Institutionen eher vertuschen, denn offen legen wollten?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »