Ärzte Zeitung, 08.02.2013

Internetapotheken

Arzneienkauf im Web boomt

BERLIN. Der Arzneikauf via Web gewinnt an Bedeutung. Das zumindest zeigt eine aktuelle Umfrage unter Internetnutzern im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom.

Demnach haben mehr als 16 Millionen Bundesbürger bereits frei verkäufliche oder apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneien im Web bestellt. Das seien 30 Prozent aller Internetnutzer, so der Verband.

Anfang 2011 waren es laut Bitkom erst neun Millionen Bürger, die per Internet Arzneien kauften. Dabei sind, wie die Umfrage zeigt, Frauen den Männern einen Schritt voraus: Jede dritte Internetnutzerin hat bereits Medikamente im Web bestellt, bei den Männern sind es hingegen nur 27 Prozent.

Bitkom benennt auch die Gründe für den zunehmenden Online-Kauf: Online-Apotheken überzeugten häufig durch niedrige Preise bei rezeptfreien Medikamenten. Hauptgrund dafür seien die im Vergleich zu Präsenz-Apotheken geringeren Fixkosten im Online-Versandhandel.

Einzelne rezeptfreie Medikamente könnten um mehr als 50 Prozent günstiger sein.Aktuell sind nach Angaben des Bitkom rund 3000 Versandapotheken registriert, von denen ungefähr 80 Prozent eine Website besitzen.

Alle zugelassenen Web-Apotheken seien in einem Versandapothekenregister eingetragen, wobei die Zulassung von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. (reh)

Alle zugelassenen Versandapotheken listet das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) auf seiner Website auf: www.dimdi.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »