Ärzte Zeitung, 16.12.2013

Studie

Soziales Umfeld für Sprachkompetenz entscheidend

DUISBURG/ESSEN. Das soziale Umfeld, in dem ein Kind lebt, beeinflusst seine Sprachkompetenz stärker als ein Migrationshintergrund oder die nicht-deutsche Familiensprache.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des "Instituts Arbeit und Qualifikation" (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). In die Studie wurden 241 Essener Kindertageseinrichtungen einbezogen.

"Eine schwierige soziale Situation stellt für die Beherrschung der deutschen Sprache einen höheren Risikofaktor dar als die Herkunft aus dem Ausland", stellt PD Dr. Sybille Stöbe-Blossey, Leiterin der IAQ-Forschungsabteilung "Bildung und Erziehung im Strukturwandel" fest. Auf unterschiedlichen Wegen kann den sozial bedingten Unterschieden begegnet werden, einen Königsweg gibt es nicht.

Wichtig sei es, Sprachförderung in den Alltag zu integrieren. Positiv wirke sich auch die Qualifikation der Kita-Beschäftigten aus sowie die enge Einbeziehung der Eltern in Fördermaßnahmen. (ras)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »