Ärzte Zeitung, 08.04.2015

NRW

Zahl der Drogentoten sinkt deutlich

Schwer Drogenabhängige bekommen schnelle Hilfe - die Mortalität sinkt.

KÖLN. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Drogentoten entgegen dem bundesweiten Trend seit 2010 um 36 Prozent gesunken.

Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) führt dies unter anderem auf die Drogenkonsumräume zurück. Sie konnten seit 2010 durch die schnelle Hilfe vor Ort in 223 Fällen den Drogentod verhindern.

Niedrigschwellige Hilfsangebote trügen dazu bei, die gesundheitliche Situation drogenabhängiger Menschen zu verbessern, sagte Steffens.

"Die landesweit zehn Konsumräume sowie ein Anheben der Eigenbedarfsgrenze durch die Justiz haben den Zugang zum Hilfesystem insgesamt verbessert und sich offensichtlich bewährt."

2014 starben in NRW 184 Menschen an Drogenkonsum, 7,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Etwa 31.000 Menschen konsumieren illegale Drogen, von ihnen sind 70 Prozent Männer.

Die Zahl der Drogentoten je eine Million Einwohner sank von 16,2 im Jahr 2010 auf 10,5 im vergangenen Jahr. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »