Ärzte Zeitung, 07.07.2004

SPD plant Reformkorrektur

Heimbewohner sollen keine Praxisgebühr zahlen

BERLIN (hak). Die SPD-Fraktion plant, die Gesundheitsreform zu entschärfen. Entsprechende Meldungen bestätigte der SPD-Gesundheitsexperte Peter Dreßen gestern der "Ärzte Zeitung".

Danach sollen Heimbewohner künftig generell von der Zahlung der Praxisgebühr ausgenommen werden. Auch die Arzneimittel-Zuzahlungen sollen für sie gestrichen werden. Die Vereinbarung, die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit den kommunalen Spitzenverbänden für die Abrechnung der Heimbewohner gemacht hatte, werde nur teilweise umgesetzt, so Dreßen. "Wir brauchen einheitliche Lösungen."

Geändert werden soll außerdem die Altersgrenze für die Erstattung von OTC-Präparaten. Geht es nach der SPD, soll die GKV diese Arzneimittel künftig für Kinder bis zu 18 Jahren zahlen. Auch die Zahnersatzversicherung will die Fraktion anders als geplant umsetzen. Statt einer Prämie favorisiert sie lohnabhängige Beiträge. Über ihre Pläne will die SPD-Fraktion im September entscheiden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »