Ärzte Zeitung, 09.01.2009

Arzneikosten sind ein Spiegel der Region

GKV-Verordnungskosten für je 1000 Versicherte schwanken nach KV-Bezirken stark

BERLIN (fst). Die Verordnungskosten für Arzneimittel - umgerechnet auf je 1000 gesetzliche Versicherte - variieren in den einzelnen KV-Regionen stark.

Das zeigen Daten der GKV-Arzneimittel-Schnellinformation (GAmSi), die nun für Januar bis September 2008 vorliegen. Die Zahlen beruhen auf Informationen der Rezeptabrechnung, die monatlich von den Apothekenrechenzentren vorgenommen werden. Dabei spiegeln die Daten für die KV-Bezirke sowohl regionale als auch demografische Besonderheiten.

So verzeichnen die KV-Regionen in den neuen Ländern bei den Nettoverordnungskosten die höchsten Werte. Ein Erklärungsgrund ist die höhere Morbidität im Osten - der Altersdurchschnitt der GKV-Versicherten ist dort höher als im Westen.

Die hohen Verordnungskosten in den Stadtstaaten dürften auch auf die hohe Dichte an Kliniken und Spezialisten zurückzuführen sein. Ein Beispiel wäre die Versorgung von HIV-Patienten. Tatsächlich ist in Berlin und Hamburg der Wert je Verordnung am höchsten, am niedrigsten in Westfalen-Lippe.

Mehr alte Patienten im Osten treiben Arzneiausgaben
Arzneimittelverordnungen/-umsätze je 1000 Versicherte (Jan.-Sep. 2008)
KVNettoumsatz in EuroVerordnungen
KV Baden-Württemberg271.4357.019
KV Bayerns247.7766.664
KV Berlin327.7386.664
KV Brandenburg265.8426.657
KV Bremen282.5387.673
KV Hamburg316.2696.881
KV Hessen259.5326.551
KV Mecklenburg-Vorpommern325.1487.623
KV Niedersachsen271.2967.455
KV Nordrhein265.5036.920
KV Rheinland-Pfalz274.4337.508
KV Saarland321.6468.773
KV Sachsen332.5737.799
KV Sachsen-Anhalt337.4878.204
KV Schleswig-Holstein241.4436.545
KV Thüringen332.3667.930
KV Westfalen-Lippe252.0437.250
Quelle: GAmSiTabelle:

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