Ärzte Zeitung, 18.02.2009

Ökonomen wollen Ärzte von Reglementierung befreien

Neues Ordnungskonzept für die Arzneiversorgung

NEU-ISENBURG (HL). Richtgrößen und Arzneiregresse, Bonus-Malus-Regelungen und Generika-Quoten - all diese Reglements, die Ärzte beachten oder fürchten müssen, könnten mit einer nächsten Gesundheitsreform beseitigt werden.

Das ist der Kern eines Gutachtens der Wirtschaftswissenschaftler Dieter Cassel und Eberhard Wille. Im Auftrag des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller haben sie die GKV-Arzneimittelversorgung untersucht. Das Fazit: Maßlos überreguliert. Bereits zweieinhalb Jahre zuvor war eine ähnliche Expertise der beiden Ökonomen für das Bundesgesundheitsministerium zur gleichen Schlussfolgerung gekommen. Das Ministerium plant deshalb für die nächste Legislaturperiode eine Reform für die Rahmenbedingungen der GKV-Arzneiversorgung.

Nach Vorstellung von Cassel und Wille sollen die Negativliste und zentrale Nutzenbewertung bleiben - ergänzt werden sie durch Wettbewerb mit kassenindividuellen Arzneilisten.

Lesen Sie dazu auch:
Schluss mit politischer Polypragmasie

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »