Ärzte Zeitung, 29.05.2009

Ärzte dürfen Studie in der Kinderonkologie starten

Arzneimittel im Off-Label-Use werden untersucht

BERLIN(HL). Erstmals hat der Bundesausschuss grünes Licht für eine von Ärzten initiierte Studie zum Off-Label-Use bei der Therapie krebskranker Kinder gegeben.

Das heißt, dass die Krankenkassen die Kosten für die Medikamente bezahlen, die in den betreffenden kinderonkologischen Indikationen keine Zulassung haben.

Der Off-Label-Use in der Pädiatrie und in der Onkologie ist ein häufiges Problem und stellt Ärzte vor Unsicherheiten. Ursache sind sehr kleine Patienten-Populationen, für die die Arzneimittelhersteller die hohen Kosten für klinische Studien scheuen. Mit dem WSG hat der Gesetzgeber vor zwei Jahren solche Studien ausdrücklich erlaubt. Sind sie von Ärzten und nicht vom Hersteller initiiert, müssen die Kassen die Kosten übernehmen.

Bislang gab es beim Bundesausschuss 30 Anträge für solche Studien. Sie waren jedoch unzulänglich konzipiert. Bei der jetzt geplanten Studie sollen bis 2015 300 Patienten eingeschlossen werden; die Follow-up-Phase soll bis 2019 laufen.

Lesen Sie dazu auch:
Keine Ministerial-Medizin - das ist für den GBA sehr befriedigend

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »