Ärzte Zeitung, 22.06.2009

Minister fordern Änderungen am IQWiG-Modell

BERLIN(fst). Die Wirtschaftsminister der Länder haben scharfe Kritik an der geplanten Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln geübt.

Die Wirtschaftsministerkonferenz bezeichnet die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) vorgeschlagene Methode als nicht "volkswirtschaftlich hinnehmbar". Zudem genüge sie nicht den Vorgaben des einschlägigen Paragrafen 35b SGB V, heißt es in dem Beschluss vom vergangenen Freitag.

Die Minister verlangen, bei der Abwägung von Kosten und Nutzen auch die Auswirkungen auf andere Sozialversicherungszweige zu berücksichtigen. Zudem soll das vom IQWiG vertretene Konzept der Effizienzgrenze "auf seine wissenschaftlich-ökonomische Leistungsfähigkeit" überprüft werden.

Vertreter von Pharma-Verbänden haben das Votum der Wirtschaftsminister begrüßt. Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) nannte den Beschluss "ein wichtiges Signal für den Pharmastandort Deutschland". Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) forderte, auch Daten aus dem Versorgungsalltag bei der Bewertung zu berücksichtigen.

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