Ärzte Zeitung, 10.06.2010

Arzneikosten in Thüringen steigen überdurchschnittlich

ERFURT (rbü). In Thüringen sind die Kosten für Medikamente seit Jahresanfang deutlich stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt. Im ersten Quartal gaben die gesetzlichen Krankenkassen rund 250 Millionen Euro aus - im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies nach Angaben des BKK Landesverbands Mitte einer Steigerung von mehr als sieben Prozent, bundesweit sind es hingegen 5,5 Prozent.

BKK-Sprecher Matthias Tietz schlug einen Verzicht auf den vollen Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel vor, um die Finanzen der Kassen zu entlasten. Allein in Thüringen habe der volle Steuersatz die Beitragszahler in diesem Zeitraum rund 40 Millionen Euro gekostet. Im vergangenen Jahr waren es bundesweit 4,3 Milliarden Euro. Durch einen ermäßigten Steuersatz könne das Defizit der Kassen verringert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »