Ärzte Zeitung, 22.03.2011

Impfstoffklausel im AMNOG verzerrt den Wettbewerb

BERLIN (af). Krankenkassen sollen die Möglichkeit erhalten, die Preise für Impfstoffe wieder direkt mit den Herstellern auszuhandeln.

Das haben Politiker der Unionsfraktion nach einem Bericht des "Handelsblatt" von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) gefordert.

Nur über direkte Verhandlungen könnten die in Deutschland überhöhten Preise für Impfstoffe eingedämmt werden, sagte der Arzneimittelexperte der CDU, Michael Hennrich, der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung.

In Deutschland verlangen die Hersteller von Impfstoffen rund ein Drittel mehr für ihre Produkte als im europäischen Ausland. Im Arzneimittelneuordnungsgesetz hatte die Koalition daher eine Absenkung der Preise auf das Niveau in den Nachbarländern beschlossen.

Für einige Hersteller ist dies ein Problem. Hennrich weist laut Handelsblatt darauf hin, dass Stada und Hexal nur für den deutschen Markt produzierten und damit keine Rücksicht auf Referenzpreise nehmen müssten. Dies verschaffe ihnen möglicherweise Vorteile gegenüber ihrer internationalen Konkurrenz.

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