Ärzte Zeitung online, 08.02.2012

Umfrage: Was denken Ihre Patienten über Arzneimittel?

Umfrage: Hoch ist der Stellenwert von Arzneien?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Welchen Zusatznutzen und damit welchen Wert in Euro und Cent hat ein neues Arzneimittel? Darüber verhandeln seit kurzem Arzneihersteller und Kassen nach den Regeln des AMNOG.

In der Diskussion wird oft übersehen, wie hoch der Stellenwert von Arzneien für Ärzte und Patienten ist. Mit einer Leserumfrage will die "Ärzte Zeitung" Licht ins Dunkel bringen.

Heute sind Sie gefragt, Auskunft zu geben, wie ihre Patienten darüber denken. Machen Sie mit!

Hier geht's zur Umfrage...

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Arzneimittelpolitik (6805)
[12.02.2012, 10:53:02]
Dr. Christian Bannert 
Deutsches Verfahren zur Nutzenbewertung ist international nicht akzeptiert!
Deutschland hat ein zweistufiges Vorgehen zur Bewertung neuer Arzneimittel. Zunächst wird nur der Nutzen im Vergleich zu etablierten Medikamenten bewertet und eventuell erst viel später mit den Kosten in Beziehung gesetzt. NICE (Nation Institute for Health and Clinical Excellence) und das SMC (Scottish Medicines Consortium) haben ein einstufiges Verfahren. Hier setzt man die Kosten unmittelbar nach Einführung des neuen Medikamentes in Beziehung zu dem Nutzen. Liegt diese Relation weit oberhalb bestimmter Erfahrungswerte, wird das Medikament in der Regel nicht erstattet. Das Verfahren insbesondere beim SMC ist transparent und praxisnah. Patienten und Kliniker haben Einfluss auf die Bewertung. Dazu arbeitet das Institut schnell (Bewertung schon 3 Monate nach Zulassung) und selbst kostengünstig. Der Etat des SMC liegt bei etwas über 1 Mio engl. Pfund/Jahr. Hier können wir in jeder Beziehung etwas lernen. zum Beitrag »
[09.02.2012, 16:46:42]
Dr. Karlheinz Bayer 
ich habe den Fragebogen nicht ausgefüllt

und zwar deswegen, weil es garnicht um die Frage geht, die gestellt war: "was denken Ihre Patienten über Arzneimittel?".
Aber geslesen habe ich sie, und diese meine Mühe soll nicht umsonst gewesen sein, deswegen dieser Kommentar.

Die Fragen waren unsinnigerweise als an chronische, akute und nichtkranke Patienten gerichtet unterteilt, und es ging z.B. um die Preiswürdigkeit und den Nutzen und sogar um den Sinn der Forschung (...für akute, chronische und nicht-Patienten!!)

Die anstehenden Fragen sind ganz andere:

Bestehen (bei Patient und Arzt!) Ängste, Versuchskaninchen zu sein?
Gibt es genügend Aufklärung über Risiken und Nutzen?
Stehen die Kosten in einem gesunden Verhältnis zum Nutzen?

Solange diese Fragen nicht gestellt werden, macht es keinen Sinn, Fragespiele zu spielen.

Dr.Karlheinz Bayer, Bad Peterstal

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