Ärzte Zeitung, 08.03.2012

Pharmahersteller: "Berlin ist nicht Athen"

BERLIN (fst). Die frühe Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln bleibt umstritten: Vier Herstellerverbände haben sich am Donnerstag gegen eine Entscheidung der Schiedsstelle gewendet.

Danach sollen die Arzneimittel-Preisniveaus von 15 europäischen Ländern, darunter Griechenland und Portugal, die Referenz dafür sein, in welcher Höhe die Erstattungsbeträge für Arzneimittel in Deutschland liegen können.

Herstellerverbände und GKV-Spitzenverband hatten sich zuvor nicht auf Vergleichsländer einigen können. Die Entscheidung werfe "erhebliche Probleme" auf, warnen BAH, BPI, ProGenerika und vfa.

Das Kriterium "Bevölkerungsgröße" werde höher gewertet als der Indikator "vergleichbare Wirtschaftskraft". Das Ergebnis könnten unangemessen niedrige Preise in Deutschland sein, fürchten die Hersteller.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »