Direkt zum Inhaltsbereich

Warnung

Wieder Sibutramin in Schlankheitsmitteln

Veröffentlicht:

DARMSTADT (run). Zahlreiche Schlankheitsmittel asiatischer Herkunft, die aktuell im Internet angeboten werden, enthalten wieder den nicht auf der Packung genannten gefährlichen Wirkstoff Sibutramin. Darauf weist das Regierungspräsidium Darmstadt hin.

Anlass sind aktuelle Untersuchungen von Produkten, die beim Postverteilzentrum am Frankfurter Flughafen sichergestellt wurden. Dabei wurden "Fruta Bio Kapseln", "Graces Slim Kapseln" und "Natural max Slimming Kaps" auf den verschreibungspflichtigen Inhaltsstoff Sibutramin positiv getestet.

In den ebenfalls untersuchten Präparaten "Secret Doomz Kapseln "und "Yuren Slim Kapseln" seien neben Sibutramin sogar noch weitere gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten gewesen.

Seit 2010 in EU nicht mehr vertrieben

Regierungspräsident Johannes Baron warnt daher zum wiederholten Mal vor dem Bezug von Arzneimitteln aus dubiosen Quellen: "Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Regelungen zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen kommt es letztlich auf den kritischen Umgang des Verbrauchers mit dem Internet an."

Wer Warnungen ignorierte und beim vermeintlich günstigen Internethändler im Ausland bestelle, nehme die mit gefälschten oder gepantschten Arzneimitteln einhergehenden Risiken in Kauf.

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Sibutramin werden zum Beispiel in der EU seit Beginn des Jahres 2010 wegen erheblicher Nebenwirkungen nicht mehr vertrieben.

Bereits vorher war die Anwendung nur unter ärztlicher Überwachung zulässig, da er zum Beispiel bei Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Epilepsie, Herzrhythmusstörungen und Störungen der Leber- und Nierenfunktion oder bei paralleler Einnahme von Antidepressiva und Neuroleptika kontraindiziert war, wie Baron betont.

Er verweist in diesem Zusammenhang auf Studien, die vor allem für Herz-Kreislauf-Patienten ein deutlich erhöhtes Herzinfarkt-Risiko aufgezeigt hätten; eine US-Studie liste sogar 34 Todesfälle durch den Arzneistoff auf.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruck-Schwankungen: Worauf es dann ankommt

Global-Burden-of-Disease-Erhebung

Weltweit immer mehr Fälle von Anorexie und Bulimie

Lesetipps
Ein Kind erhält eine Spritze und schaut ängstlich weg.

© yanadjan / stock.adobe.com

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Die Rückseite eines jungen Mannes mit großflächigen Tätowierungen.

© PeopleImages / Getty Images / iS

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Nahaufnahme des rechten Handegelenks eines Patienten das mit einer Handgelenksschiene ruhig gestellt ist.

© Ondrej Novotny / stock.adobe.com

Therapie der ersten Wahl

Was bringt eine Handgelenksschiene beim Karpaltunnelsyndrom?