Montag, 21. April 2014
Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Notfallverhütung

Linke für rezeptfreie "Pille danach"

BERLIN. Die Linksfraktion im Bundestag hat sich dafür ausgesprochen, Levonorgestrel-haltige Arzneimittel zur Notfallverhütung aus der Verschreibungspflicht zu entlassen.

Dabei beruft sich die Fraktion auf den Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), der diesen Schritt für die "Pille danach" empfohlen habe.

Präparate mit diesem Wirkstoff seien in 28 europäischen Staaten rezeptfrei erhältlich, heißt es. Zudem zeigten Erfahrungen aus anderen Ländern, dass der Gebrauch regelmäßiger Verhütungsmittel nicht abgenommen hat, nachdem die "Pille danach" rezeptfrei wurde.

Die Linksfraktion weist darauf hin, dass die Apothekenpflicht des Präparats erhalten bliebe, so dass Apotheker "durch fachkundige Beratung einen sachgerechten Umgang" mit dem Arzneimittel gewährleisten könnten. (fst)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neuer Wirkstoff: Ein kleines Molekül stoppt Masern

Ein neues Molekül könnte bald Masern bei Ungeimpften stoppen. Zumindest bei Tieren klappt das ganz gut - mit einer Tablette und bei einem Masern-ähnlichen Virus. mehr »

Warnung: Gefälschte Arzneimittel im Umlauf

Mehrere Chargen hochpreisiger Biologicals sind in Italien gestohlen worden. Jetzt tauchen sie mit gefälschten Zertifikaten in Deutschland auf. Das BfArM warnt: Die Präparate könnten gestreckt oder verunreinigt sein. mehr »

Westafrika: Ebola-Ausbruch geht auf Kind zurück

Über 200 Erkrankte und 121 Tote: Der Ebola-Ausbruch in Westafrika wird wohl langsam eingedämmt. Eine erste Analyse zeigt jetzt: Ein Kind hat die Erkrankungswelle verursacht. Und: Das Virus ist parallel entstanden. Außerdem haben die Forscher den Weg des Ausbruchs nachgezeichnet. mehr »