Ärzte Zeitung, 23.05.2013

Bundeskabinett

26 synthetische Drogen sollen verboten werden

Das Bundeskabinett hat eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes beschlossen.

BERLIN. Insgesamt 26 psychoaktive Substanzen sollen neu ins Betäubungsmittelgesetz aufgenommen werden. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen, wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mitteilte.

Die Gesetzesänderung ziele darauf ab, den Missbrauch der Stoffe einzuschränken und die Strafverfolgung bei Missbrauch zu erleichtern.

Zu den 26 Substanzen zählen synthetische Canabinoide und Derivate des Cathinons, Amfetamins und Phencyclidins. Ebenso sollen die Benzodiazepine Etizolam und Phenazepam sowie Lisdexamfetamin ins Betäubungsmittelgesetz eingefügt werden.

Letzteres sei in Deutschland erst vor Kurzem zur Behandlung von Patienten mit ADHS zugelassen worden, schreibt das BMG.

Das Ministerium sieht aber bei der Substanz ein Potenzial für Missbrauch und die Entwicklung von Abhängigkeit gegeben. Zwei Drittel der an das europäische Frühwarnsystem gemeldeten Substanzen seien synthetische Cannabinoide und Cathinone, so das BMG. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »