Ärzte Zeitung, 08.07.2013

Arzneimittel-Ausgaben

Moderates Plus im Mai

Im Mai haben die Krankenkassen wieder mehr Geld für Arzneimittel ausgegeben als im Monat zuvor. Für die fünf ersten Monate des Jahres ergibt sich insgesamt ein Plus von 3,8 Prozent.

Von Florian Staeck

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FRANKFURT/MAIN. Nach einem starken Anstieg der Arzneimittelausgaben im April hat sich im Mai die Entwicklung wieder beruhigt.

Vertragsärzte verordneten Arzneimittel und Impfstoffe im Wert von 2,82 Milliarden Euro zulasten der Krankenkassen. Das entspricht einem Anstieg um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, meldet das Beratungsunternehmen IMS Health.

Eingeflossen sind in diese Zahl die Zwangsrabatte von Herstellern und Apotheken, nicht jedoch die Einsparungen aus Rabattverträgen und Patientenzuzahlungen.

Rückläufig war im Mai die Zahl abgegebener Packungen, und zwar um 1,2 Prozent auf 55,58 Millionen. Die Zahl der Arbeitstage war im Mai - regionale Feiertage in einzelnen Bundesländern ausgenommen - im Vergleich zu 2012 gleich.

Rückläufige Kosten für Impfstoffe

Bei den Impfausgaben ergibt sich im Mai eine fast spiegelverkehrte Entwicklung im Vergleich zum Vormonat. Im April 2013 waren die Ausgaben um 7,7 Prozent auf 68,2 Millionen Euro gestiegen, im Mai nahmen sie um 7,1 Prozent auf 60,3 Millionen Euro ab.

Nennenswerte Zuwächse verzeichneten lediglich zwei Teilgruppen, nämlich Pneumokokken-Vakzine (4,3 Prozent) sowie Mehrfach-Impfungen gegen Masern/Mumps (5,7 Prozent).

Die Teilgruppe, die HPV-Vakzine und FSME-Impfstoffe enthält, ist dagegen - wie schon seit einigen Monaten - rückläufig.

Erklärbar ist dies dadurch, dass die Mädchen und jungen Frauen der betreffenden Jahrgänge inzwischen gegen Humane Papillomaviren geimpft worden sind.

HPV-Impfungen betreffen nur noch die jeweils nachfolgenden Altersgruppen.

In der Gesamtschau der ersten fünf Monate ergeben sich für die GKV Ausgaben von 13,03 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 3,8 Prozent. Fast im gleichen Umfang ist die Zahl abgegebener Packungen gestiegen (plus 3,5 Prozent).

Zwangsrabatt der Apotheken deutlich abgenommen

Bedingt durch den Umsatzanstieg haben die Zwangsrabatte der Hersteller um 19 Millionen auf 1,045 Milliarden Euro (plus zwei Prozent) zugelegt.

Ungeachtet der Überschüsse bei Kassen und Gesundheitsfonds von zuletzt 27,7 Milliarden Euro müssen Pharmahersteller für alle rezeptpflichtigen Präparate ohne Festbetrag, die auf GKV-Rezept verordnet werden, den Kassen 16 Prozent Rabatt gewähren.

Praktisch unverändert geblieben ist mit 180 Millionen Euro die Höhe des Rabatts, den die Hersteller an die PKV zollen müssen.

Deutlich abgenommen hat dagegen der Zwangsobolus der Apotheken. Dieser sank im Zeitraum von Januar bis Mai um 61 Millionen auf 463 Millionen Euro (minus zwölf Prozent).

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