Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zu Antibiotika

Die Macht des Wortes nutzen!

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Die wichtigsten Informationsquellen für Patienten beim Gebrauch von Antibiotika sind der Beipackzettel und der Rat des Arztes. Die Verantwortung der verordnenden Ärzte beginnt aber schon mit der gezielten Indikationsstellung für den Einsatz von Antibiotika.

Der gestern vorgelegte Report der DAK offenbart immer noch existierende Schwächen. Möglicherweise ist es auch die falsche Erwartungshaltung vieler Patienten, die dazu führt, dass Ärzte auch dann Antibiotika verordnen, wenn diese nicht indiziert sind.

Hier ist das Rückgrat der Profession gefordert. Und notfalls auch ein fachlich begründetes Machtwort, dass der nicht indizierte Einsatz eines Antibiotikums nicht nur unwirksam, sondern schädlich ist: für den Patienten selbst, aber schlussendlich auch für anderer Kranke.

Ärzte müssen sich auch vergegenwärtigen, dass sowohl Wissen als auch Compliance der Patienten bei der Einnahme von Antibiotika unzulänglich sind. Jeder fünfte Patient stoppt oder reduziert die Einnahme dieser Arzneimittel, sobald die Krankheitssymptome verschwinden.

In der falschen Annahme, sparsamer Gebrauch sei nützlich. Auch hier ist die Autorität des Arztes durch eine klare Ansage gefragt: Wirksam ist nur die volle Dosis.

Lesen Sie dazu auch: Antibiotika: Ein Drittel der Verordnungen fragwürdig

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Anhörung zum GKV-Sparpaket: Koalition zwischen Baum und Borke

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Digitalisierung

ePA: gematik schaltet im Juli neue Funktionen frei

Lesetipps
Ein Arzt schaut sich ein EGK an.

© Evgeniy Kalinovskiy / stock.adob

Beispiele zum Durchklicken

Auffälliges EKG: Was steckt hinter diesen 13 Fällen?