Ärzte Zeitung, 19.04.2016

Grüne fordern

Bei Entsorgung von Altarzneien besser aufklären!

BERLIN. Die Belastung von Gewässern durch den Eintrag von Medikamentenrückständen soll reduziert werden. Das ist Ziel eines Antrags der Grünen im Bundestag.

Die Fraktion spricht sich darin unter anderem dafür aus, dass auf Arznei-Verpackungen klar erkennbar auf geeignete Entsorgungswege hingewiesen wird: den Restmüll oder spezielle Rücknahmestellen.

Bisher kippt fast jeder zweite Deutsche Medikamentenreste in die Spüle oder Toilette. Apothekerverbände und Ärztekammern sollten über Entsorgungsmöglichkeiten informieren, heißt es im Antrag.

Die Grünen verweisen auf Studien, denen zufolge die sekundäre Wirksamkeit von Arzneimitteln "erhebliche Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem der Binnengewässer" hat.

Nach Angaben des Umweltbundesamts werden in der Humanmedizin in Deutschland pro Jahr etwa 8100 Tonnen potenziell umweltrelevanter Arzneimittel-Wirkstoffe verwendet. Hinzu kommen in der Tierhaltung jährlich allein 1700 Tonnen an antibiotischen Wirkstoffen. (fst)

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