Ärzte Zeitung, 27.04.2016

Arzneikosten in Hamburg

Spitzenmedizin fordert einen hohen Preis

HAMBURG. Auf deutliche Abweichungen vom Bundesdurchschnitt bei der Arzneimittelversorgung hat der Hamburger Ersatzkassenverband hingewiesen.

So erhielten GKV-Versicherte in der Hansestadt 2015 für durchschnittlich 747 Euro Medikamente verordnet, bundesweit waren dies 584 Euro. Damit liegt Hamburg laut Vdek im Vergleich der Bundesländer vorn.

In der Altersgruppe zwischen 50 und 54 Jahren liegen die Hamburger mit 1253 Euro sogar 80 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 695 Euro. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass Hamburg im Gegensatz zu den Flächenländern zahlreiche Spezialpraxen hat, die etwa mit den ausgabenintensiven onkologischen Präparaten arbeiten.

Viele Patienten aus dem Umland werden gezielt in diese Hamburger Praxen überwiesen, was sich auch in der Statistik der Medikamentenverordnung niederschlägt. Insgesamt stiegen die Arzneimittelausgaben in der Hansestadt im vergangenen Jahr um rund 90 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »