Ärzte Zeitung, 18.10.2016

Sofosbuvir/Velpatasvir

IQWiG sieht teilweise Zusatznutzen

KÖLN. In seiner gutachterlichen Empfehlung zur frühen Nutzenbewertung sieht das IQWiG bei zwei von zehn Indikationen für die seit Juli 2016 verfügbare Kombination Sofosbuvir/Velpatasvir einen Zusatznutzen im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie mit Sofosbuvir plus Ribavirin zur Behandlung bei Hepatitis C.

Bei Patienten ohne Zirrhose oder mit kompensierter Zirrhose, die mit Viren des Genotyps 2 infiziert sind, ließen Daten aus der Studie ASTRAL-2 in Bezug auf die Morbidität einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen schließen. Dies gelte allerdings nicht für Frauen. Aufgrund der Studie ASTRAL-3, deren Teilnehmer mit Viren vom Genotyp 3 infiziert waren, sieht das IQWiG wegen dauerhaften virologischen Ansprechens einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.

Für andere Indikationen habe der Hersteller keine geeigneten Studien vorgelegt. (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »