Ärzte Zeitung, 01.04.2015

Durch AMNOG

Einsparungen legen stark zu

Die Einsparungen der gesetzlichen Krankenkassen durch Zwangsrabatte von Herstellern und Apotheken wachsen: Allein im Januar addieren sie sich auf 48 Millionen Euro.

FRANKFURT/MAIN. Die Einsparungen der gesetzlichen Krankenkassen durch Zwangsrabatte von Herstellern und Apotheken haben sich im Januar auf 238 Millionen Euro belaufen. Das teilt das Beratungsunternehmen IMS Health mit.

Die Nachlässe der Hersteller addierten sich im Januar auf 141 Millionen Euro. Das sind 13 Millionen Euro weniger als im Vorjahresmonat.

Bei der PKV ergibt sich ein Rückgang um fünf Prozent auf 26 Millionen Euro, bei den Apotheken verringert sich der Abschlag um drei Prozent auf 97 Millionen Euro.

Zwischen Januar bis März 2014 betrug der Herstellerabschlag sechs Prozent, seit April des Vorjahres liegt er bei sieben Prozent.

Der Nachlass, den Apotheken der GKV je verordneter, rezeptpflichtiger Packung gewähren müssen, betrug im Vorjahr 1,80 Euro, seit Jahresanfang 1,77 Euro.

Stark gewachsen sind seit Januar 2013 die Einsparungen, die die Krankenkassen durch Erstattungsbeträge nach Paragraf 130b SGB V erzielt haben.

Dabei wird im Anschluss an eine frühe Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss ein Erstattungsbetrag zwischen Hersteller und GKV-Spitzenverband verhandelt - oder aber vom Schiedsamt festgesetzt.

Im Januar 2013 betrugen die so erzielten Einsparungen der Kassen noch zehn Millionen Euro, ein Jahr später waren es 20 Millionen Euro. Für den Januar des laufenden Jahres beziffert IMS Health das Rabattvolumen auf 48 Millionen Euro. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »