Ärzte Zeitung, 13.05.2008

Künftige Ärzte wollen PJ vergütet haben

HANNOVER (cben). Die Medizinstudenten im Hartmannbund haben in einem Brief an die Niedersächsischen Landeskrankenhäuser die Vergütung des Praktischen Jahres gefordert.

"Mithilfe der Einführung einer PJ-Aufwands-Entschädigung erkennen Sie nicht nur die Arbeit eines Medizinstudenten im Praktischen Jahr in höherem Maße als bislang an, Sie schaffen auch eine frühzeitige Bindung junger und motivierter Studenten an Ihre Klinik."

Schon lange fordern die Medizinstudenten im Hartmannbund eine Vergütung des bisher meist unbezahlten PJ. Ihre Arbeit auf den Stationen sei unverzichtbar und umfasse 40 Wochenstunden, unterstrichen die Studenten. Für Nebenverdienste bleibe da keine Zeit, hieß es, von der Examensvorbereitung ganz zu schweigen.

Auch der Deutsche Ärztetag in Münster hatte sich im vergangenen Jahr für die Einführung einer PJ-Vergütung ausgesprochen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17543)
Organisationen
Hartmannbund (717)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »