Ärzte Zeitung, 12.06.2008

Deregulierung würde auch die Vertragsärzte entlasten

Weg mit dem Bonus-Malus, keine Richtgrößen mehr, Wirtschaftlichkeitsprüfung ade - das sind Vorschläge, die die Gesundheitsökonomen Dieter Cassel von der Universität Duisburg-Essen und Eberhard Wille von der Universität Mannheim unterbreitet haben. In einem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium, das schon einige Zeit vorliegt, kommen sie zu dem Ergebnis, dass die Arzneimittelversorgung in Deutschland in kontraproduktiver Weise überreglementiert ist. Die beiden Ökonomen haben das mit dem Ausland verglichen: dort gibt es meist wenige, dafür aber scharfe und kalkulierbare Instrumente, beispielsweise für die Preisbildung. Die Regelungsvielfalt und dauernde Änderungen, so die Wirtschaftswissenschaftler, verunsichern alle Beteiligten, vor allem Industrie und verordnende Ärzte. Das Fazit lautet: Vereinfachung. Bislang allerdings hat der Gesetzgeber von den Vorschlägen noch keinen Gebrauch gemacht - Grund für eine neue Reform. (HL)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17099)
Organisationen
Uni Duisburg-Essen (218)
Personen
Eberhard Wille (134)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »