Ärzte Zeitung, 30.06.2008

Krebsregister im Osten erweitert Internet-Angebot

Daten sind nach Landkreisen und Tumorarten abrufbar

BERLIN/POTSDAM (ami). Das Gemeinsame Krebsregister von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen baut sein Internetangebot aus.

Über das Krebsgeschehen in Brandenburg können sich interessierte Bürger und Fachleute aus Gesundheitswesen und Wissenschaft bereits jetzt einen besseren Überblick verschaffen. Daten zur Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen und den Sterbefällen sind nun für das Land Brandenburg insgesamt und für einzelne Regionen abrufbar.

In der neuen Rubrik "Daten" sind detaillierte Kennzahlen für den Zeitraum von 2001 bis 2005 nach Landkreisen ausgewiesen. So werden regionale Unterschiede deutlich. Zudem werden die Daten für Krebs insgesamt und für einzelne Tumore getrennt nach Geschlechtern veröffentlicht.

Zum Vergleich sind die Raten Brandenburgs, der anderen am Gemeinsamen Krebsregister beteiligten Länder und für Deutschland angegeben. Dabei zeigt sich unter anderem, dass Frauen in den kreisfreien Städten Frankfurt/Oder, Cottbus, Potsdam und Brandenburg häufiger an Lungenkrebs erkranken als in den umliegenden Landkreisen.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler würdigte das neue Angebot des Gemeinsamen Krebsregisters als wichtigen Beitrag, die Öffentlichkeit besser mit Informationen zum Thema Krebs zu versorgen. Bis September sollen auch Detaildaten der anderen Länder im Gemeinsamen Krebsregister veröffentlicht werden. Unter anderem werden dann für Berlin regionale Unterschiede auf Stadtbezirksebene dargestellt.

Weitere Informationen im Internet unter www.krebsregister-berlin.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »