Ärzte Zeitung, 10.07.2008

Mehr Präventionsangebote für suchtkranke Menschen

Alle Suchtformen rücken im Südwesten in den Fokus

STUTTGART (mm). Nicht nur legale und illegale Drogen, sondern auch "nicht stoffgebundene Süchte" wie Kaufsucht oder Glücksspielsucht sollen in Baden-Württemberg in neuen Präventionsangeboten berücksichtigt werden.

Die Landesregierung hat einer entsprechenden Konzeption zur "Umsetzung der Aufgaben des Glückspielstaatsvertrags im Bereich der Suchtprävention und -hilfe sowie der wissenschaftlichen Forschung" kürzlich zugestimmt. "Oberstes Ziel der Suchtprävention muss sein, insbesondere bei Jugendlichen den Einstieg in den Konsum psychoaktiver Substanzen oder suchtgefährdende Verhaltensweisen zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern", sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz (CDU).

Entsprechend sollen landesweit zusätzliche Stellen für kommunale Suchtbeauftragte sowie zusätzliche Fachkräfte in den Psychosozialen Beratungsstellen geschaffen werden. Von Seiten der Kreise sei bereits signalisiert worden, etwa 15 zusätzliche Stellen für kommunale Suchtbeauftragte und etwa 30 zusätzliche Stellen für Fachkräfte einzurichten, sofern diese Stellen nach dem bisherigen Verfahren in die Landesförderung aufgenommen werden, informierte Stolz.

Bereits heute existierten in über der Hälfte der 44 Stadt- und Landkreise kommunale Suchthilfenetze sowie kommunale Suchtbeauftragte, die aus Landesmitteln mit je 17 900 Euro gefördert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »