Ärzte Zeitung, 16.09.2008

Gewalt gegen Kinder: TK legt Leitfaden für Pädiater neu auf

FRANKFURT/MAIN (ine). Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hat den Leitfaden "Gewalt gegen Kinder" überarbeitet.

"Der Leitfaden soll nach und nach in allen Bundesländern neu aufgelegt werden", sagt TK-Sprecherin Denise Jacoby der "Ärzte Zeitung". Kooperationspartner sind unter anderem das Hessische Sozialministerium und die Landesärztekammer.

Der Leitfaden richtet sich vor allem an Kinderärzte. Er soll den Blick der Mediziner für Misshandlungen und Vernachlässigungen schärfen. Vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter sind Kinder- und Jugendärzte oft die einzigen Fachleute, die die Kinder regelmäßig sehen.

Der Leitfaden beschreibt unter anderem die Symptome und Befunde, die auf eine Misshandlung hinweisen können, verweist auf Kooperationspartner wie Jugendhilfe und Familiengericht und beschreibt das mögliche Vorgehen und die Abklärung im Einzelfall. "Die neue Fassung ist eine gute Arbeitshilfe für die ärztliche Praxis", so Jacoby.

Der Leitfaden wird an Kinderärzte, Praktische Ärzte, Kliniken sowie an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Gesundheits- und Jugendämter verschickt. Später soll der Leitfaden auch auf der Webseite der TK veröffentlicht werden.

Näheres unter www.tk-online.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »