Ärzte Zeitung, 20.11.2008

Rückenschmerz? Kein Arztbesuch!

BKK-Umfrage: Immer mehr Bürger klagen über Schmerz

HAMBURG (di). Immer weniger Hamburger gehen wegen ihrer Rückenschmerzen zum Arzt - obwohl immer mehr täglich unter Schmerzen leiden.

Dies ergab eine Umfrage im Auftrag der Betriebskrankenkassen. Danach klagen heute 15 Prozent der Hamburger über tägliche Rückenschmerzen, vor zehn Jahren dagegen nur ein Prozent der Befragten. Aber: Damals ließen sich noch 59 Prozent der Patienten mit Rückenschmerzen ärztlich behandeln. Dieser Anteil sank bis heute auf 41 Prozent.

Weitere Ergebnisse der Umfrage: Rückenschmerzpatienten werden in der Hansestadt durchschnittlich für 18 Tage krankgeschrieben und erhalten fast immer eine ärztliche Verordnung. 61 Prozent (1998: 41 Prozent) bekommen vom Arzt Medikamente verschrieben, 58 Prozent (1998: 42 Prozent) Krankengymnastik.

80 Prozent der Befragten gab an, dass diese Maßnahmen geholfen haben. Die Betriebskrankenkassen führen die Zunahme an Rückenproblemen auf die gestiegene Nutzung von Computern zurück. Folgen können Fehlhaltungen und Bewegungsmangel sein.

In Hamburg bieten die BKKen ihren Versicherten, deren chronische Rückenschmerzen in der Regelversorgung erfolglos behandelt wurden, eine interdisziplinäre Behandlung in einem Rückenzentrum an. Dort kooperieren Orthopäden, Psychologen, Physiotherapeuten und Psychologen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »