Ärzte Zeitung, 23.12.2008

Neue AOK-Verträge können Druck aufs KV-System erhöhen

Ambulante Versorgung aus einem Guss -  ohne die KV als Partner. Das könnte 2009 in Baden-Württemberg Realität werden. Vorausgesetzt, die AOK entscheidet sich bei der Ausschreibung von Verträgen für die fachärztliche Versorgung nach Paragraf 73 c SGB V für freie Verbände, und nicht für die Körperschaft.

Das schlechte Abschneiden Baden-Württembergs bei der Vergütungsreform -  dort soll nur ein Honorarplus von ein bis zwei Prozent ankommen - sorgt für Unmut bei Fachärzten. Zugleich will die AOK Baden-Württemberg nach dem Hausarztvertrag 2009 auch Vereinbarungen mit Fachärzten treffen und diese andocken an die Verträge nach Paragraf 73 b: Für AOK-Versicherte könnte der Südwesten dann zu einer KV-freien Zone werden.

Als erste wird die Ausschreibung der AOK für Kardiologen erwartet. Medi steht in den Startlöchern und hat mit insgesamt zehn Berufsverbänden eine Anbietergemeinschaft gebildet. Für die 73c-Verträge soll gelten: höheres Honorar als im KV-System, keine Fallzuwachsbegrenzungs-Regeln, keine Abstaffelungen, kündigt Medi-Chef Dr. Werner Baumgärtner an. (fst)

Lesen Sie dazu auch:
Wer koaliert mit wem? Stuttgart gibt kein Strickmuster vor

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »