Ärzte Zeitung, 22.12.2008

Bayerns Fachärzte verärgert über Schiedsamtsspruch

MÜNCHEN (sto). Mit Bestürzung und Empörung hat die Gemeinschaft der fachärztlichen Berufsverbände in Bayern (GFB) auf die Entscheidung des Schiedsamtes zur ärztlichen Vergütung im kommenden Jahr reagiert. Um eine "Katastrophe in der Versorgung" zu verhindern, müssten noch vor Jahresende Lösungen gefunden werden, die eine Grundversorgung mit fachärztlichen Leistungen sicherstellen, forderte der Vorsitzende der GFB-Bayern, Dr. Thomas Scharmann.

Die Vergütung müsse ausreichen, um notwendige Leistungen für eine gesicherte Diagnose erbringen zu können. Sonst könnten nur noch Verdachtsdiagnosen codiert werden. Durch die Entscheidung des Schiedsamtes von Mitte Dezember sind viele Strukturverträge in Bayern beendet worden. Die GFB fordert von Kassen und KV, "dass regionale und an der Versorgungsqualität orientierte Vergütungsstrukturen wieder möglich werden".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »