Ärzte Zeitung, 23.12.2008

Bei HIV/Aids: Vernetzung mit Hausärzte

Patienten mit HIV/Aids haben aufgrund deutlich verbesserter Therapiemöglichkeiten eine steigende Lebenserwartung - um den Preis von schweren Folgekrankheiten wie Krebs. Das erfordert eine bessere Vernetzung von Schwerpunkt- und Hausarztpraxen.

Charakteristisch für das KBV-Konzept sind:

Versorgungsauftrag: Stadienübergreifend regelmäßige Untersuchung, Behandlungskoordination, Dokumentation sowie systematische interdisziplinäre Zusammenarbeit; stadienspezifisch: Statuserhebung, regelmäßiges Screening, antiretrovirale Therapie.

Strukturanforderungen: Für Schwerpunktpraxen sind notwendig Erfahrung mit HIV/Aids-Patienten, Mindestfallzahl, Teilnahme an Fortbildung und Qualitätszirkeln, Coaching, praxisinternes Qualitätsmanagement, Dokumentation; für kooperierende Vertragsärzte: quartalsweise Vorstellung des Patienten in der Schwerpunktpraxis, Fortbildung, regelmäßige Kommunikation mit dem Schwerpunktarzt.

Qualitätssicherung: verbindliche Kooperationsregeln, Ergebnisqualität durch Auswertung von Qualitätsindikatoren, Einbindung des Patienten in den Behandlungsplan, Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen. (HL)

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