Ärzte Zeitung, 05.02.2009

Kommentar

Warum nicht zehn Prozent für alle?

Von Andreas Kindel

Das ist doch nicht zu fassen: Da bekommen die Vertragsärzte im Saarland über zehn Prozent mehr Gesamt-Vergütung und die KV beschließt Not-Programme, da über 200 Praxen trotzdem erhebliche Einbußen hinnehmen müssen.

Warum machen es die Ärzte nicht wie alle anderen Berufsgruppen auch: Der Aufschlag wird an alle gleichermaßen weitergegeben - also: Zehn Prozent für alle! Das mag nicht immer gerecht sein und juristisch vielleicht nicht wasserdicht, aber Politiker und Kassenvertreter sollen erst einmal öffentlich erklären, warum sie Praxen in die roten Zahlen treiben, nur damit bei anderen der Aufschlag doppelt und dreimal so kräftig ausfällt.

Die Freude über den Geldsegen wird ohnehin nicht lange anhalten. Schon nächstes Jahr soll die Gesamtvergütung im Saarland wieder um sechs Prozent sinken. Die Mediziner sollten besser ihr Engagement dafür einsetzen, das noch zu verhindern. Im Wahljahr 2009 sind die Chancen dafür gar nicht so schlecht.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17330)
Personen
Andreas Kindel (105)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »