Ärzte Zeitung, 03.04.2009

Showdown im Bundesrat

Länder wollen Monopol des Hausärzteverbands kippen

KÖLN/BERLIN (iss/ble). Der Bundesrat stimmt heute über einen Antrag der Länder Hessen und Baden-Württemberg ab, mit dem das Vertragsmonopol des Hausärzteverbands bei Hausarztverträgen wieder gebrochen werden soll.

Im Gesundheitsausschuss hatte der Antrag zwar eine Ländermehrheit erzielt, nicht aber die notwendige Stimmenzahl (wir berichteten). Aus diesem Grund haben Krankenkassen und beide KVen in Nordrhein-Westfalen in letzter Minute versucht, die bisher neutrale Landesregierung dazu zu bewegen, dem Antrag doch zuzustimmen und so für die nötige Mehrheit zu sorgen. "Wir möchten gemeinsam dafür werben, den Änderungsantrag offensiv zu unterstützen und sich dem Mehrheitsvotum der Länder zur Änderung des Paragrafen 73b SGB V anzuschließen", heißt es in einem gemeinsamen Schreiben an Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) lehnt eine Änderung ab.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Schnelltests - meist ein Fall für die GOÄ

Schnell und medizinisch sinnvoll – aber von gesetzlichen Krankenkassen meist nicht bezahlt: Laborschnelltests liegen im Trend. Für Hausärzte sind sie oft auch eine Selbstzahler-Option. mehr »