Ärzte Zeitung, 06.04.2009

Ausgaben für Gesundheit steigen weiter

WIESBADEN (dpa/bee). Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland betrugen im Jahr 2007 insgesamt 252,8 Milliarden Euro. Damit stiegen die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt Wiesbaden mit. Das sind 10,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, 3070 Euro je Einwohner.

Größter Ausgabenträger sind die gesetzlichen Krankenkassen. Sie gaben über die Hälfte, insgesamt 145,4 Milliarden Euro aus. Das ist eine Steigerung um vier Prozent. Auf die privaten Krankenkassen entfielen 23,5 Milliarden (plus 4,3 Prozent) und auf private Haushalte 34,1 Milliarden Euro.

Überdurchschnittlich gestiegen sind mit acht Prozent die Ausgaben für Prävention und Gesundheitsschutz. Die Statistiker führen das vor allem auf die Schutzimpfungen zurück, die seit 2007 von den gesetzlichen Kassen bezahlt werden. Auch die Kosten für Arzneimittel sind mit fünf Prozent überdurchschnittlich auf 41,7 Milliarden Euro angewachsen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17543)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »