Ärzte Zeitung, 22.04.2009

Tarifkonflikt am Uniklinikum in Gießen beigelegt

FRANKFURT/MAIN (ine). Der Tarifkonflikt im privatisierten Uniklinikum Gießen-Marburg ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beigelegt. Die etwa 6500 Beschäftigten der Rhönklinikum AG in Gießen werden in zwei Schritten im Schnitt 6,5 Prozent mehr Geld bekommen.

"Die Entgelttabellen aller Beschäftigten werden ab April 2009 um monatlich 80 Euro erhöht, zusätzlich erhalten Beschäftigte im OP- und Anästhesiedienst eine weitere monatliche Zulage von 70 Euro", teilt Verdi mit. Weitere Zulagen sollen auch die Beschäftigten in medizinischen Assistenzberufen und Intensivpflegekräfte erhalten. Ab April 2010 werden die Entgelttabellen dann um weitere 2,3 Prozent erhöht.

"Dieser Tarifabschluss war nur möglich, nachdem mehr als 1500 Beschäftigte am 1. April mit einem ganztägigen Warnstreik Druck auf das Rhönklinikum ausgeübt haben," sagt Verdi-Verhandlungsführer Georg Schulze-Ziehaus. Der Abschluss hat eine Laufzeit bis Ende 2010. Der Tarifvertrag steht allerdings noch unter Vorbehalt: Die Verdi-Mitglieder müssen ihm bis zum 27. April zustimmen. "Lehnt eine deutliche Mehrheit das Ergebnis ab, hieße das Streik im Uniklinikum" sagt Schulze-Ziehaus.

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