Ärzte Zeitung, 30.06.2009

Schmerztherapie soll Pflichtfach werden

OBERURSEL/GÖPPINGEN (bee). Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie appelliert an den Bundesrat, das Gesetz zur Änderung der Approbationsordnung und der Einführung der Palliativmedizin in der jetzigen Form abzulehnen.

"Dieses Gesetz sollte nicht ohne das zusätzliche Einfügen von Schmerzmedizin zu den Pflichtbestandteilen der Approbationsordnung den Bundesrat passieren", sagte Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Gesellschaft. Dafür müsse das Wort "Schmerzmedizin" in den Gesetzestext eingefügt werden.

Der Göppinger Schmerzmedizinier weist darauf hin, dass mit der vorgeschlagenen Erweiterung die Chance bestehe, die Schmerz- zusammen mit der Palliativmedizin als Pflichtfach einzuführen. Damit könnte nicht nur die Versorgung der 85 000 Palliativpatienten verbessert werden, sondern auch die der neun bis elf Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen, so Müller-Schwefe in einer Stellungnahme.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »