Ärzte Zeitung, 24.07.2009

KBV strebt qualitätsbezogene Vergütung von Ärzten an

Zuschläge für gute Behandlungsqualität in Haus- und Facharztpraxen / Indikatorenset AQUIK als Hebel

BERLIN (hom). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) macht sich dafür stark, dass die 140 000 niedergelassenen Ärzte in Deutschland künftig nach der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen bezahlt werden.

"Wir wollen die Koppelung von Qualität und Vergütung", sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, vergangenen Freitag in Berlin. Das ärztliche Honorarsystem sei reif für diesen "Paradigmenwechsel". Schließlich gewinne Qualität als "wettbewerbsbestimmende Größe auch im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung, so Köhler.

Mit dem Indikatorenset AQUIK habe die KBV in den vergangenen zwei Jahren ein Instrument entwickelt, mit dem die Behandlungsqualität in Haus- und Facharztpraxen abgebildet und vergleichbar gemacht werden könne. Ziel sei es nun, Qualitätszuschläge im EBM zu verankern und dadurch eine qualitätsbezogene Vergütung für alle niedergelassenen Ärzte zu ermöglichen. Das ärztliche Gesamthonorar müsse beim Umstieg auf eine an der Qualität orientierte Vergütung nicht erhöht werden, betonte der KBV-Chef. "Das Geld im Gesamttopf bleibt gleich. Die Verteilung wird nur stärker nach Qualitätskriterien ausgerichtet."

An diesem Montag will die KBV die mit Spannung erwarteten Abrechnungsergebnisse aus allen 17 KVen aus dem ersten Quartal 2009 vorlegen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17114)
Organisationen
KBV (6441)
Personen
Andreas Köhler (1251)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »