Ärzte Zeitung, 29.10.2009

Angestellt im MVZ - für viele Ärzte eine Alternative

Zahl der Vertragsärzte in Versorgungszentren steigt nur geringfügig

BERLIN (HL). Die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) nimmt weiter zu. Per 30. Juni 2009 zählte die Kassenärztliche Bundesvereinigung 1325 Zentren, das sind 237 mehr als ein Jahr zuvor.

Angestellt im MVZ - für viele Ärzte eine Alternative

Immer mehr Mediziner arbeiten als Angestellte in den Medizinischen Versorgungszentren. Die Zahl der Vertragsärzte steigt weniger stark an.

Obgleich immer noch mehr als die Hälfte der Versorgungszentren von Vertragsärzten getragen und geführt wird, nimmt die Zahl der in MVZ arbeitenden Vertragsärzte nur noch geringfügig zu. Insgesamt sind es nun 1303, Mitte 2008 waren es 1198. Dagegen steigt die Zahl der angestellten Ärzte in MVZ steil: Ihre Zahl erhöhte sich binnen Jahresfrist von 3573 auf 4980. Vor allem Versorgungszentren, die sich in der Trägerschaft von Kliniken befinden, arbeiten fast ausschließlich mit angestellten Ärzten. Dort erhöhte sich die Zahl angestellter Ärzte von 1524 auf 2448. Die Zahl der Vertragsärzte, die in Klinik-MVZ arbeiten, blieb hingegen mit 47 fast konstant und ohne große Bedeutung.

Die Mehrzahl der Versorgungszentren (792) beschäftigt ausschließlich angestellte Mediziner; dieser Typ wächst überdurchschnittlich. Die zweitstärkste Gruppe (aktuell 430) mit einer Mischung aus Vertragsärzten und angestellten Medizinern wächst nur geringfügig. Die Zahl der MVZ, in denen nur Vertragsärzte arbeiten, ist mit 103 leicht rückläufig.

Im Durchschnitt arbeiten 4,7 Ärzte in einem MVZ, 0,5 mehr als ein Jahr zuvor.

38,3 Prozent der Versorgungszentren befinden sich gegenwärtig in der Trägerschaft von Kliniken, 17,5 Prozent in sonstiger Trägerschaft. Vertragsärzte als Träger sind nach wie vor in der Mehrheit, scheinen aber an Bedeutung abzunehmen. In den neuen Bundesländern sind Kliniken als Träger von größerer Bedeutung als im Westen. Die weitaus meisten Versorgungszentren gibt es in Bayern, Niedersachsen und Berlin.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Wer denkt an den Nachwuchs?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »