Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 09.12.2009

NRW will Förderung von Kliniken kürzen, die Zuweiser bezahlen

NEUSS (iss). In Nordrhein-Westfalen müssen Krankenhäuser, die niedergelassenen Ärzten Zuweiserpauschalen zahlen, künftig mit Sanktionen rechnen. Eine Novelle des Krankenhausgestaltungsgesetzes, die am Dienstagnachmittag ins nordrhein-westfälische Kabinett eingebracht wurde, gibt der Politik die Möglichkeit, gegen solche Kliniken vorzugehen. Diese riskieren die finanzielle Förderung des Landes.

"Ein Krankenhaus, das sich seine Patienten kaufen muss, sollte man aus dem Krankenhausplan herausnehmen", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beim nordrhein-westfälischen Krankenhaustag in Neuss. Die Zahlung von Zuweiserpauschalen bezeichnete Laumann als unmoralisch. "Als Patient erwarte ich vom Arzt, dass er mir einen uneigennützigen Rat gibt, welches das beste Krankenhaus ist." Die Ärztekammern müssten sich darum kümmern, dass die Niedergelassenen keine Gelder annehmen. "Ich muss dafür sorgen, dass die Krankenhäuser so etwas nicht machen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »