Ärzte Zeitung, 20.01.2010

Kammer fordert mehr Koordination bei Weiterbildung

KÖLN (iss). Die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) macht sich für eine bessere Koordination der verschiedenen Initiativen zur Förderung der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin stark. Dabei müssten die Kammern unbedingt einbezogen werden, fordern die Delegierten.

Angesichts des drohenden Arzt- mangels seien Versuche zu begrüßen, das Problem anzugehen und die Weiterbildung Allgemeinmedizin zu fördern, heißt es. "Inzwischen existieren jedoch viele Initiativen, die nicht koordiniert und aufeinander abgestimmt sind - zum Beispiel das Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, die Förderprogramme auf Bundes- und auf lokaler und regionaler Ebene."

Förderprogramme ohne verpflichtende Beteiligung der Kammern und den langjährig in der Weiterbildung erfahrenen Hausärzten lehne die ÄKWL ab, sagte Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst. "Die Ärztekammern müssen bei der Förderung der Weiterbildung für Allgemeinmedizin in der Koordination eingebunden sein."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »