Ärzte Zeitung, 25.01.2010

Kassenärzte starten Kampagne zur Krebsfrüherkennung

BERLIN (hom). Mit einer "Präventionsinitiative" will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gesetzlich Krankenversicherte motivieren, Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung stärker in Anspruch zu nehmen. "Wenn über zehn Jahre lediglich annähernd jeder vierte Mann oder Frau an der Früherkennungskoloskopie teilnimmt, dann ist das noch nicht befriedigend", sagte KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller.

Mit einem "patientengerechten Einladungsverfahren" könne das Interesse an der Krebsfrüherkennung gesteigert werden, zeigt sich Müller überzeugt. Dazu gehöre neben der präventiven Darmspiegelung auch die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Müller kündigte an, die KBV werde die vertragsärztliche Qualitätssicherung für Krebsfrüherkennungsuntersuchungen überprüfen und gegebenenfalls nachbessern. Zudem sei eine elektronische Dokumentation der Untersuchungsergebnisse geplant, um so eine zeitnahe Evaluation zu ermöglichen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »