Ärzte Zeitung, 09.02.2010

Kommentar

SPD erklärt den Fonds zur Altlast

Von Florian Staeck

Die SPD will in der Gesundheitspolitik zu neuen Ufern aufbrechen: Zusatzbeiträge für Versicherte und der Einheitsbeitrag der Kassen sollen als Erblast der großen Koalition entsorgt werden.

Die Ankündigung von SPD-Fraktionsvize Elke Ferner führt die Absetzbewegung vom gemeinsamen Projekt "Gesundheitsfonds", die schon seit Oktober 2009 zu beobachten war, konsequent zu Ende.

Die Sozialdemokraten setzen nun auf die paritätische Finanzierung in der GKV. Mehr Steuermittel sollen die Kassen retten - woher das Geld kommen soll, bleibt unklar. Doch dieser Ball liegt bei Gesundheitsminister Philipp Rösler. Er muss Sparvorschläge vorlegen, die kurzfristig Wirkung entfalten. Derweil definiert sich die SPD neu - als Oppositionspartei.

Lesen Sie dazu auch:
SPD rückt vom Fonds ab

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »