Direkt zum Inhaltsbereich

AOK fordert Vorgaben für Bandscheiben-Op

Veröffentlicht:

STUTTGART (fst). Die AOK Baden-Württemberg zeigt sich besorgt über die stark steigende Zahl von Bandscheibenoperationen bei ihren Versicherten: Das Plus betrage binnen drei Jahren 28 Prozent - das sei "medizinisch nicht zu erklären". Die Kasse spricht sich daher für eine "gesetzliche Qualitätssicherung" bei diesem Eingriff aus. AOK-Chef Dr. Rolf Hoberg fürchtet, dass "schneller als nötig zum Skalpell gegriffen wird". Im Jahr 2006 betrug die Zahl der Operationen bei AOK-Versicherten noch 3875, drei Jahre später waren es 4957. Die Kosten je Eingriff belaufen sich auf 7000 bis 10 000 Euro.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt

Aufnahme ins Wählerverzeichnis zur Kammerversammlung: Nicht per Eilantrag

Kommentare
Tom Jeffrey Lohmann 22.03.201000:44 Uhr

Ärztliche Entscheidungsfreit und mündiger Patient

Gesetzliche Regeln gibt es genug, wir müssen uns als Ärzte schon genug vorschreiben lassen, was wir zu tun oder zu lassen haben. Es mag zwar für
AOK Chef Hoberg nicht medizinisch zu erklären sein, aber vielleicht hat er auch da mal dran gedacht, das unsere Bevölkerung immer älter wird, sie mehr Lasten mit sich herum tragen muss und nicht bei jedem die konservative Therapie ausreichend ist bzw. verträglich ist. Vielleicht muss er es selber mal ausbrobieren wie es ist auf allen Vieren herumzulaufen statt auf zwei Beinen und was im Endeffekt teuerer ist, die Lohnfortzahlung im Falle der monatelangen Krankschreibung oder die Kosten der OP und einen fitten Arbeitnehmer. Die Pat. sehnen sich auch nicht unbedingt nach einer OP, wenn es aber notwendig ist, würde ich mich auch für eine entscheiden.

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sechs Monate längeres Gesamtüberleben

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Besser als die Chemotherapie?

Immuncheckpointhemmer plus Neoantigentherapie

mRNA-Impfung bei Melanomen: Vorboten eines neuen Standards?

Gefahren durch UV-Filter und Verpackung

Wie gesundheitsschädlich sind Kosmetika?

Lesetipps
Etwa jede zehnte Fledermaus in Deutschland könne mit dem Tollwut-Virus infiziert sein. Damit ist die gefahr der Übertragung zwar gering, jedoch nicht null. In die Hand nehmen sollte man sie deshalb nicht.

© Daria / Stock.adobe.com

Importhunde und Fledermäuse

Tollwut-Risiken in Deutschland – und wie sie sich vermeiden lassen

Füße mit Lymphödem

© [M]_Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Ödem ist nicht gleich Ödem

Lymphödem versus Lipödem: Tipps für Diagnostik und Therapie