Ärzte Zeitung, 18.03.2010
BMG: Brauchen für Honorarreform erst konkrete Zahlen!
BERLIN (hom). Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will die im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellte Überprüfung der Honorarreform für Ärzte möglichst zügig angehen. "Wir würden gern schneller bei der Diskussion um die Honorarreform vorankommen. Dafür brauchen wir aber die Zahlen der Selbstverwaltung", sagte Gesundheits-Staatssekretär Daniel Bahr (FDP) der "Ärzte Zeitung".
Trotz "mehrmaliger Aufforderung" lägen dem BMG keine Daten vor, wie sich die Honorarsituation im Einzelnen darstelle. "Wir wissen, dass mehr Geld für die ärztliche Vergütung ausgegeben wurde, aber wir haben den Eindruck, dass das vor Ort nicht ankommt und dass es in einigen Regionen und in einigen Arztgruppen Honorarverwerfungen gibt."
Die KBV zeigte sich verwundert. "Der Auftrag zur Datenlieferung ist an den Bewertungsausschuss, also das gemeinsame Gremium von Kassen und Ärzten, gegangen. Wir als KBV haben dem Ministerium Mitte Februar die uns vorliegenden Zahlen geliefert", betonte KBV-Sprecher Dr. Roland Stahl.

Weitere Beiträge
Weitere Top-Meldungen
[11.02.2012]
Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern!
mehr »
[11.02.2012]
Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar.
mehr »
[11.02.2012]
Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich.
mehr »