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Ärzte Zeitung, 01.06.2010

Krankentransport von MRSA-Patienten: Chaos bei den Übergabeformularen

Die verschiedenen Formulare für den Transport von MRSA-Patienten in Gemeinden und Rettungsdiensten müssen vereinheitlicht werden,fordert die KV Hessen. Ärzte müssten vom herrschenden Chaos befreit werden.

Krankentransport von MRSA-Patienten: Chaos bei den Übergabeformularen

In Hessen hat fast jeder Rettungsdienst seinen eigenen Dokumentationsbogen für die Fahrten mit MRSA infizierten Patienten entwickelt.

© Maria.P. / fotolia.com

FRANKFURT/MAIN (ine). In Hessen haben beinahe jeder Rettungsdienst und jede Gemeinde eigene Dokumentationsbögen für MRSA-Patienten entwickelt, die mit dem Rettungswagen oder dem Taxi transportiert werden müssen. Leidtragende sind die niedergelassenen Ärzte: Sie müssen die Formulare ausfüllen und abzeichnen.

Krankentransporte von Patienten, die sich mit multiresistenten Erregern infiziert haben, erfolgen unter strengen Hygienemaßnahmen. Egal ob mit dem Taxi oder dem Rettungsdienst: Ärzte müssen aus Sicherheitsgründen die Transportbegleiter darüber informieren, ob und welche Ansteckungsgefahr besteht.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen im info.doc mitteilt, hat jede Gemeinde dafür eigene Übergabeformulare für die Fahrten zwischen Kliniken und Praxen angefertigt. In manchen hessischen Gemeinden habe sogar jeder Rettungsdienst sein eigenes Blatt: "Da kommt die Feuerwehr mit einem anderen Bogen als die Johanniter und das Rote Kreuz hat noch eine weitere Version", heißt es in der Mitteilung der KV. Es sei nicht einzusehen, dass Hessens Ärzte diese unterschiedlich gestalteten Dokumentationsbögen ausfüllen sollen. Das Gesundheitsministerium in Wiesbaden sei vielmehr gefordert, die einzelnen Aktivitäten zu koordinieren und entsprechende Verträge mit den Krankenkassen abzuschließen.

"Die Transportbegleiter müssen über das Infektionsrisiko Bescheid wissen, aber deswegen ist es noch lange nicht nötig, das Chaos auszurufen", so die KV.

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