Ärzte Zeitung, 03.06.2010

Rösler macht Hebammen Hoffnung

Hebammen sollen nun doch Hilfe vom Gesundheitsministerium erhalten.

BERLIN (mn). Nach einem Treffen mit Gesundheitsminister Philipp Rösler zeigt sich der Deutsche Hebammenverband zuversichtlich, Unterstützung in Vergütungsfragen zu bekommen. Rösler habe zugesagt, beim GKV-Spitzenverband die Konsequenzen steigender Prämien für die Berufshaftpflicht zu klären, teilt der Deutsche Hebammenverband mit, der 16 600 Geburtshelferinnen vertritt. Zuvor hatte die Regierung sich nicht zuständig für die Belange der Hebammen gefühlt: In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag heißt es, der Bundesregierung lägen keine Daten über etwaige Versorgungsengpässe in der Geburtenhilfe durch Hebammen vor. Es sei deshalb kein Handlungsbedarf zu erkennen.

Zwar sei der Regierung bekannt, dass die Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung gestiegen sind; die Gründe dafür seien unklar, hieß es. Der Deutsche Hebammenverband hat im Frühjahr vor einer Verschlechterung der Situation der freiberuflichen Hebammen gewarnt (wir berichteten). Denn die Prämie für die Berufshaftpflicht erhöht sich zum 1. Juli drastisch von 2370 auf 3689 Euro. Ein durchschnittlicher Stundenlohn von 7,54 Euro brutto zwinge immer mehr freiberufliche Hebammen zur Aufgabe, so der Verband. Bereits heute arbeiteten nur noch 30 Prozent der Hebammen Vollzeit.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17135)
Personen
Philipp Rösler (1035)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »